Patrick Wieschkes Mutterschaft. Ein Bericht.

keine-ruhe-für-nazis
Die Sonne hat heute nicht geschienen, als eine Gruppe Menschen in Leinefelde und Heiligenstadt unterwegs war, um den 2. Termin der NPD-Wahlkrampftour kritisch zu begleiten. Nichts anderes war zu erwarten gewesen, denn wie hinlänglich bekannt sein sollte, scheint für Nazis nun mal keine Sonne.

Auch sonst hatten die Kameraden keinen Grund für gute Stimmung oder sonnige Gemüter. Die Menschen, die in Leinefelde ausgeleierten Schlagern zu- und sich die Forderungen und Thesen der NPD-Kader Wieschke, Heise und Fiedler anhören wollten, ließen sich an einer Hand abzählen. Natürlich waren die NPDler trotzdem nicht allein auf dem Bahnhofsvorplatz. Einige Antifaschist*innen hatten sich eingefunden, den Platz mit Transparenten verschönert und die rhetorischen Ausschweifungen der Redner mit passenden Kommentaren aufgewertet.

Die Themen, die Wieschke in seiner halbstündigen Redezeit anzureißen versuchte, reichten von der Situation von Eltern in Thüringen, Ordnung und Sicherheit und Asylrecht bis hin zum Tierschutz. Nebenher war er sichtlich bemüht, gegen den lautstarken Protest der Gegenkundgebung anzubrüllen. Nicht besser ging es Thorsten Heise, der zwar schon im Mai im Rahmen des „Eichsfeldtags“ in Leinefelde aufgetreten ist, aber dennoch keine nennenswerte Aufmerksamkeit bekam. Ganz zum Schluss versuchte Mathias Fiedler, seine Eindrücke aus dem Kreistag an die Bürger*innen weiterzugeben, allerdings scheiterte das an den Unmutsbekundungen der Gegenkundgebung sowie der Tatsache, dass er das Vorlesen von Texten dringend üben sollte.

Eine ähnliche Situation war während des 2. Termins in Heiligenstadt festzustellen. Inzwischen war die Anzahl derjenigen, die sich gegen die NPD-Kundgebungen stark machen, deutlich angestiegen. Doch schon der Veranstaltungsort reichte aus, die Reichweite der NPD-Äußerungen einzuschränken: Der REWE-Parkplatz in der Nähe der Herrenmühle ist wenig belebt. So standen sich dort also die wenigen NPDler die Beine in den Bauch, während sie die beinahe gleichen Themen wie in Leinefelde ansprachen – es fehlte der Tierschutz. Spannend war übrigens Wieschkes Forderung nach Geburtenförderung in Thüringen. Ob der Vorschlag, er solle doch den ersten Schritt machen, bei ihm ankam, wird sich in den kommenden neun Monaten zeigen.
Diesmal kamen aber nicht nur Wieschke, Heise und Fiedler zu Wort. Der NPD-Beitrag zur „Frauenquote“ trat in Form von Monika Hirkov in Erscheinung. Deren Beitrag richtete sich gegen Politiker*innen, denen Betrügereien im Amt nachgewiesen worden waren. Richtig viel war davon dennoch nicht zu verstehen, denn die Tatsache, dass die NPD-Kundgebung von zwei Seiten gegenbeschallt wurde, machte sich richtig bemerkbar.
Letztendlich musste der NPD-Bus, eskortiert von BFE-Einheiten, unverrichteter Dinge wieder abfahren, denn auch in Heiligenstadt zeigten sich die Menschen in keiner Weise von den „Inhalten“ der Nazis beeindruckt.

Landtagswahl am 14. September.
Deine Stimme gegen Nazis!
Den Nazis keinen Platz in Parlamenten!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s