Talking is over!

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Die „besorgten Rassisten“ in Heilbad Heiligenstadt wollen am Samstag zwei weitere Kundgebungen abhalten. Diesmal hat die NPD diese angemeldet, es dürfte jedoch zur personellen Überschneidung mit den Teilnehmenden der Demo gegen die Verlegung des Förderzentrums geben . Wir berichteten kürzlich erst über die Entwicklung in der Stadt. Das antifaschistische Bündnis Talking is over ruft nun zu entschlossenen Protesten dagegen auf. Desweiteren soll eine dynamische Demo am 25. September der Situation vor Ort als Antwort dienen. Wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses dazu:

TALKING IS OVER – FLÜCHTLINGE SCHÜTZEN, NAZIS ANGREIFEN!

Während in ganz Deutschland Flüchtlingsheime von „besorgten Bürger*innen“ und „vermeintlichen Rechtextremisten“ angezündet werden, droht auch die Stimmung Heiligenstadt umzuschlagen. Wie wir bereits berichtet haben, sollen Anfang September Geflüchtete in der Förderschule Heiligenstadt untergebracht werden. Von Anfang an formierte sich dagegen reger Protest von vermeintlich „besorgten Bürger*innen“ und Eltern, die darin eine Ausspielung von zwei benachteiligten Gruppen zugunsten der „Asylanten“ witterten. Die neuen Räumlichkeiten wurden unter fadenscheinigen Gründen als unzumutbar ausgegeben und das dringende Bedürfnis der Geflüchteten nach Ruhe, Schutz und Sicherheit wird von ihnen vollkommen außer Acht gelassen.

Stattdessen werden rege Petitionen gegen die Flüchtlingsunterkunft unterzeichnet und auf einer Demonstration für den Erhalt des Förderzentrums werden ortsbekannte Nazis zur Unterstützung herangezogen. Zusätzlich nehmen Aktivitäten der Eichsfelder Naziszene zu. Mit zwei Kundgebungen gegen die Unterkunft wird am 19.09. versucht, weiter Stimmung gegen Geflüchtete zu machen.

Diejenigen Menschen vor Ort, die unsere Bedenken teilen, verhalten sich passiv und wollen sich lieber auf Lippenbekenntnisse des Staates und der Polizei verlassen. Das ist uns entschieden zu wenig! Wir wollen Nazis und „besorgten Bürger*innen“ keinen Raum lassen – Es geht hier um den Schutz von wehrlosen Menschen und wir können uns nicht auf Institutionen verlassen, die offensichtlich immer wieder Schulterschlüsse mit Nazis suchen und Flüchtlinge und Unterstützer*innen kriminalisieren (siehe Freital, Heidenau etc). Vor wenigen Wochen formierte sich in Pfaffschwende die erste Bürgerwehr des Landkreises gegen vermeintliche osteuropäische Einbrecherbanden. Nun sind Fotos aufgetaucht, wie auch die NPD und ihre Unterstützer*innen in Heiligenstadt im Liethen Patrouille laufen.

Umso wichtiger ist es, sich gemeinsam und entschieden gegen die Verhältnisse vor Ort zu stellen. Die Geschehnisse der letzten Wochen und Monate in Deutschland haben eindrucksvoll bewiesen, dass es nichts bringt, die Nazis ignorieren zu wollen oder sogar den Dialog mit ihnen zu suchen. Wir wollen daher von Anfang an klar machen, dass wir entschlossen sind, uns dem Volksmob in Heiligenstadt mit allen Mitteln in den Weg zu stellen. Die örtlichen antifaschistischen Strukturen brauchen dafür solidarische Unterstützung. Wir zählen auf euch!

Deswegen rufen wir zu Aktionen gegen die Aktivitäten der NPD am 19.09. sowie zu einer kraftvollen Demonstration am 25.09. gegen Nazis und für Solidarität mit Flüchtlingen auf!

GEGEN DIE DEUTSCHEN VERHÄLTNISSE UND DIE TRISTESSE DER PROVINZ!

ANTIFA BLEIBT HANDARBEIT!

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